RUB » Stabsstellen » Stabsstelle für Informationssicherheit

Facebook

Facebook wird in unserer Gesellschaft immer beliebter, laut neuesten Zahlen hat Facebook weltweit mehr als 1,78 Milliarden Mitglieder, davon rund 28 Millionen alleine in Deutschland. Für viele Menschen gehört Facebook zum Alltag ihres Lebens, doch ebenso ist vielen nicht bewusst, welche Gefahren und Bedrohungen bei der Nutzung lauern.

Facebook und Datenschutz

Facebook wird immer wieder von Datenschützern kritisiert. Zu Recht!
Wie der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems herausfand, speichert Facebook von jedem Nutzer umfangreiche Daten. Selbst wenn Nutzer Daten löschen, bleiben diese bei Facebook intern weiterhin gespeichert.
Artikel aus der TAZexterner Link
Man sollte sich bewusst sein, dass letztlich nicht der Nutzer die Kontrolle über seine Daten hat, sondern Facebook. Daher ist es ratsam genau zu überlegen, welche persönlichen Informationen man bei Facebook publiziert.

Der Freundefinder

Insbesondere die Nutzung des Freundefinders von Facebook ist kritisch zu bewerten. Mit dessen Hilfe übermittelt ein Nutzer unter Umständen ungewollt sein persönliches digitales Adressbuch an Facebook. Dieser Übermittlung kann man zwar widersprechen, dies wird jedoch nicht ausreichend deutlich. Facebook „verwertet“ das Adressbuch, indem darin nach Bekannten, die noch nicht bei Facebook registriert sind, gesucht wird. An diese Personen versendet Facebook automatisch E-Mail-Einladungen im Namen des Adressbuchbesitzers. Das Landgericht Berlin hat jüngst einer Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband stattgegeben und diese Methode für rechtswidrig erklärt. Wer den Freundefinder bereits genutzt hat und sein übermitteltes Adressbuch bei Facebook wieder löschen möchte, kann dies nach dem Einloggen bei Facebook mit Hilfe des folgenden Links tun:
Adressbuch löschenexterner Link

Der Gefällt-mir-Button

Auch Anwendungen wie der „Gefällt-mir“-Button stehen immer wieder in der Kritik. So hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) berichtet, dass das Einbinden von Social Plug-Ins wie dem „Gefällt-mir"-Button gegen das Telemediengesetz sowie gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstößt.
Zum Artikelexterner Link
Das Plug-In übermittelt beim Anklicken ungefragt Verkehrs- und Inhaltsdaten des Surfers in die USA. Mit diesen Daten werden Profile von den Surfern erstellt, die zu Werbezwecken genutzt werden können. Das eigentliche Problem entsteht aber erst dadurch, dass Facebook die Nutzer nicht vorab über diesen Datenaustausch informiert. Die Surfer können daher nicht entscheiden, ob sie ihre Daten zur Verfügung stellen möchten. Selbst wenn der "Gefällt-mir"-Button nicht betätigt wird, werden bereits Benutzerinformationen an die Server von Facebook versendet.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, sollten Webseiten-Betreiber den "2-Klick Button" verwenden. Hierbei wird zunächst ein reines Bild ohne Funktionalität in die Website eingebunden. Erst mit Klick auf dieses Bild wird der eigentliche "Gefällt-mir" Button mit seiner vollen Funktionalität nachgeladen. Dadurch werden die Daten nicht per se an Facebook gesendet, sondern der Surfer muss selbst die Übertragung aktivieren. Er hat zudem vorher die Möglichkeit, sich über die Datenschutzbestimmungen zu informieren. 2-Klick-Button von Heise:
Zum Artikelexterner Link

Die Statusmeldungen

Bei der Nutzung von Facebook sollten Sie auf Statusmeldungen, die Videos, Bilder oder Gewinnspiele enthalten, achten, denn viele Nutzer werden immer öfter Opfer von Facebook-Würmern. Hierbei wird die Neugierde der Nutzer ausgenutzt, die auf Links in diesen Statusmeldung klicken. Das Opfer wird so auf Webseiten gelockt, über die automatisch Schadsoftware per Drive-by-Download installiert wird. Zudem werden die Statusmeldungen beim Anklicken automatisch über den eigenen Freundeskreis weiterverbreitet und verleiten so weitere Nutzer zum Klicken. Auch kann es passieren, dass man nach dem Klicken der Statusmeldung ungefragt mit Werbemeldungen überhäuft wird. Seinen Sie also vorsichtig bei Inhalten und überprüfen Sie lieber vorher, woher die Inhalte kommen.


Autor: Thomas Gwozdz